Frank Carillo and the Bandoleros - Someday
Interpret: Frank Carillo and the Bandoleros
Titel: Someday
Erscheinungsjahr: 2008
Label/Vertrieb: Jezebel / Cargo
Reviewer: Dunja Ams
Bewertung: 9 von 10 Punkten
Frank Carillo ist Vollblutmusiker und ein Virtuose auf den Gitarrensaiten, der bereits seit über 3 Dekaden dick im Geschäft ist.  So verbucht er unter seinen Kooperationen mit anderen Künstlern Größen wie Led Zeppelin, Eric Clapton, Van Halen und viele mehr.  Nebenbei verhalf er zudem Musikern, wie zum Beispiel der Künstlerin Anouk zu ihrem Erfolg.  Was seine Soloprojekte angeht wirkt die Bilanz dagegen fast mager - mit "Someday" bringt er erst seine vierte Platte an den Start.  Trotz alledem, wer sich mit seinem Lebenslauf und seiner Musik beschäftigt, wird ehrfürchtig den Hut ziehen.
Stimmlich erinnert Frank Carillo an eine Mischung aus Bruce Springsteen, Tom Petty, Joe Cocker und Johnny Cash - klingt komisch ist aber so. Neben Frank Carillo gibt es noch augenscheinlich the Bandoleros - das sind Schlagzeuger Eddie Seville, Bassist Karl Allweier und Percussionist Norman DelTufo.  Zudem haben Frank und seine Jungs bei 4 Songs auf "Someday" die Unterstützung des legendären Keyboarders Augie Meyers in Anspruch genommen.
Frank Carillo and the Bandoleros stehen für den klassischen Roots-Rock, der Rock mit der amerikanischen Folklore bzw.  Volksmusik verbindet, d. h. mit Country-, Blues- und Folk-Elementen.  Trotz ihrer klassischen Ausrichtung und Songs die beim ersten Anhören sehr vertraut wirken, schaffen es Frank Carillo and the Bandoleros auf "Someday" zeitlos und eingängig zu klingen und nicht, wie man meinen könnte, angestaubt und abgedroschen.  Das die Scheibe musikalisch auf hohem Niveau eingespielt ist und es in dieser Hinsicht keinerlei Kritikpunkte anzubringen gibt, versteht sich angesichts des oben skizzierten Lebenslaufs von alleine.
Sehr genial "Somebody poisoned the well", das an die klassischen Midtempo Nummern von Bon Jovi erinnert, und die darauffolgende Nummer "Gotta be you", die mit spielerischem Klaviergeklimper eingeleitet wird. Aber eigentlich kann man keins der Stücke besonders hervorheben oder unter den Tisch fallen lassen, da alle Tracks durch die Bank weg eingängig, gelungen und in sich schlüssig sind.  Der Gesang geht unter die Haut, die Gitarren formen die Songs mal vordergründiger, mal dezent aus dem Hintergund, der Bass setzt Akzente und das Schlagzeug und die Percussions bilden den Passepartout, der die Songs einfasst.  Zudem erscheint die Platte als schöner Digi-Pack in schlichtem schwarz-weiß gehalten, das Booklet bietet statt vieler Fotos alle Texte zu den Tracks, einzig die Mittelseite zeigt das Anlitz der Musiker in Form einer handvoll schwarz-weiß Fotos.  Die Platte ist definitiv ein Pflichtkauf für alle Freunde des klassischen Rocks, die vertraute Klänge suchen und sich doch überraschen lassen wollen - aber auch allen anderen sei die Platte wärmstens ans Herz gelegt.

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