March 17, 2008

FRANK CARILLO AND THE BANDOLEROS - Someday
Artist:  FRANK CARILLO AND THE BANDOLEROS
Title:  Someday
Homepage:  FRANK CARILLO AND THE BANDOLEROS
Label:  JEZEBEL

Ihr habt den Namen FRANK CARILLO noch nie gehört? Das kann gut sein, der Gute hat sich in der Vergangenheit auch eher im Hintergrund gehalten. Aber Songs habt ihr bestimmt schon von ihm gehört, schließlich war er in den letzten 30 Jahren bereits für LED ZEPPELIN, PETER FRAMPTON, MICHAEL BOLTON oder ANOUK tätig und stand mit VAN HALEN und TOM PETTY auf einer Bühne.  Drei eigene Studioalben hat der US-Amerikaner im Laufe der Jahre auch veröffentlicht und mit „Someday“ folgt jetzt Nr. 4.
Zu hören gibt es 14 Songs zwischen Americana, Blues, Country, staubtrocknem Rock und Roots. Allen Stücken ist ein unglaubliches Feeling für die Gitarrenarbeit und der angenehm raue Gesang CARILLOs gemeinsam.  Manchmal klingt das ein wenig nach dem "Boss" BRUCE SPRINGSTEEN ("Lucky (If You Can Breathe)" & "Somebody Poisoned The Well"), gelegentlich auch nach ERIC CLAPTON ("The Way Out"), immer aber sehr eigen- und bodenständig.  Franks Reibeisenstimme schickt wahre Gänsehautschauer über den Rücken, während virtuose Gitarren für die nötige instrumentale Untermalung sorgen.  Auch die Rhythmusfraktion lässt sich nicht lumpen und startet mit "Roll The Bones" munter-beschwingt.  "Everything Changes" erhält eine leichte Country-Färbung, die beim Titelsong "Someday" einen deutlichen Südstaaten-Touch bekommt.  Fröhliches Klaviergeklimper empfängt den Hörer bei "Gotta Be You" ebenso wie eine starke Slidegitarre plus Mundharmonika.  Besonders eindringlich ist das ruhige "Darkness Everywhere" ausgefallen, bei dem besonders die Lap Steel Gitarre für eine ausgeprägte Putenpelle sorgt.  Getragen geht es auch mit "I’ll Stay Right Here" weiter, bevor "Eastern Time" wieder Fahrt aufnimmt.  Ein Song für die Route 66, dann folgt ein bluesbetonter Song namens "Don’t Get Sammy Started", bei dem einmal mehr eine Hammond-Orgel zum Einsatz kommt.  Absolut cool:  "Burn The Whole House Down", bei dem FRANK CARILLO ein tolles Gitarrensolo hinlegt.  Sehr amerikanisch wirkt "The Blue Room" in bester Roots-Manier, dann legt Mr. CARILLO mit "Glass Heroes" noch eine stimmungsvolle Akustiknummer hin, die er allein mit seinen Sechssaiten vorträgt.
Ein Jammer, dass dieser Musiker sich in der Vergangenheit so zurückgehalten hat.  Vier Scheiben in mehr als drei Jahrzehnten ist nicht gerade eine große Ausbeute.  Aber mal abgesehen davon, das FRANK CARILLO in der Zwischenzeit keinesfalls untätig war, zählt ja nicht Quantität sondern Qualität und die hat er mit den BANDOLEROS auf "Someday" zweifelsohne abgeliefert.
UMP

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